Leserbrief zu "Mobilfunk: Auf einer Wellenlänge" vom 15.11.07 im ILB

Die Überraschung ist ja mal wieder gelungen. In der Aüßeren Sauerlacher Straße wirkt sich scheins der Mobilfunk deutlich schädigender aus als in anderen Gebieten der Stadt. Es könnte natürlich auch daran liegen, daß im Moment nur von dort Proteste wahlberechtigter Bürger vorliegen. Jedenfalls war unter Wortführung von Dr. Fleischer der gesamte Stadtrat einhellig der Ansicht, der Bürgermeister sollte zusammen mit allen Fraktionen unter Miteinbeziehung der betroffenen Bürger den Konsens mit dem Mobilfunkbetreiber suchen, um einen Konsens im Sinne aller Beteiligten zu erzielen. Wenn´s mal wieder etwas länger bei der CSU. In wie vielen Fällen hätte man die letzten Jahre schon den Konsens mit den anderen suchen - und finden können?

Aber wenn in der jeweiligen vorangehenden CSU-Fraktionssitzung schon die Marschrichtung für die Stadtratssitzung festgelegt worden ist, kann man in der Sitzung nicht einfach - ohne erneute Rücksprache mit der "Regie" - plötzlich eine andere oder womöglich gar eigene Meinung vertreten.

Anders ist das Desinteresse in manchen Sitzungen jedenfalls nicht zu erklären Man beschäftigt sich mit sich selber; wie die Frakion abzustimmen hat, ist ja bereits vorher entschieden worden. 

Leserbrief zur von der CSU geforderten außerordentlichen Bürgerversammlung wegen (Nicht-) Öffnung der Kanalbrücke zwischen Farchet und Waldram

Der Vorsitzende der CSU wird anläßlich der von ihm geforderten außerordentlichen Bürgerversammlung zwecks der (Nicht-) Öffnung der Kanalbrücke zwischen Farchet und Waldram wie folgt zitiert: Es wäre "...wieder einmal bewiesen, daß in unserer Stadt wichtige Entscheidungen fallen, ohne vorher die betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu befragen". Tja, an Stammtischen wird viel Unsinn geschwätzt, wenn der Tag lang ist.

Als die CSU noch die Macht im Rathaus hatte, den ersten und auch zweiten Bürgermeister sowie die Mehrheit im Stadtrat stellte, war man keineswegs so zimperlich. Da haben dann schon mal der erste und zweite Bürgermeister den Ferienausschuß dahingehend "überfahren", schnell mal die PKW - und LKW - Flut von der Schießstättstraße in die Königsdorfer - und Sauerlacher Straße umzulenken. Sowohl die Stadt als auch das Tölzer Landratsamt sowie die Regeirung von Oberbayern deckten dieses Vorgehen lange Zeit. Ein Schelm, der Böses dabei denkt. Erst das bayerische Innenministerium hob den unrechtmäßigen Beschluß der örtlichen CSU - Fürsten wieder auf. Ich kann mich nicht erinnern, daß die von den Maßnahmen - negativ - betroffenen Bürgern informiert oder gar gefragt worden wären.

Gut, zugegeben dies ist Schnee von gestern. Heute ist die CSU noch mit sieben statt ehemals dreizehn Leuten im Stadtrat vertreten. Die Wahlen stehen nun mal vor der Tür und da bemüht man sich natürlich bei der CSU viel, viel "näher an den Bürger" ranzukommen. Umso leichter kann man diesem gehörig Sand in die Augen streuen.  Und der Wähler kann sich dann nur noch sehr verwundert dieselben reiben.

Nebenbei: Beim Farcheter Stammtisch wurde von Dr. Fleischer wohl bemängelt, daß sich Frau von Stülpnagel zu der Öffnung der Kanalbrücke geäußert hätte. Nach dem Motto: Was will die denn, die wohnt doch ganz woanders.  Dr. Fleischer, nehmen Sie doch bitte zur Kenntnis, daß es sich bei Stülpnagels um alteingesessene Wolfratshauser Bürger handelt, die sich sehr wohl zu den Belangen dieser Stadt äußern dürfen und auch sollen.  Relativ neu zugezogene Bürger dieser Stadt - da gebe ich Ihnen ja recht - , sollten sich zu Wolfratshauser Belangen doch eher etwas zurückhaltend äußern.

Im Arbeitskreis Verkehr wurde natürlich die Öffnung der Brücke auch diskutiert. Man hörte ja schon öfter von Problemen der Farcheter bei hohem Verkehrsaufkommen aus der Margeritenstraße herauszukommen. Um hier Abhilfe zu schaffen, wäre eine Öffnung der Kanalbrücke wohl von unbestreitbarem Vorteil. Wenn die Farcheter aber lieber mit dieser Situation weiterleben wollen: Die Nicht - Farcheter können mit einer geschlossenen Kanalbrücke ohne weiteres zurechtkommen. Klagen über Farcheter Verkehrsprobleme werden dann künftig aber auch nur noch zur Kenntnis genommen und fertig. Allerdings ist die imposante, teuer bezahlte, kreuzungsfreie Anbindung der verhältnismäßig kleinen Waldramer Wohninsel  ja wohl ein Treppenwitz der Geschichte. Und um von der Gegend Margeritenstraße nach Geretsried zu kommen, wäre das ja wohl der einfachere und zeitlich kürzere Weg gewesen.   

Leserbrief SPD-Stadtrat Renato Wittstadt: Christlich Sozialer Unruhestifter

"Der ChristlichSozialeUnruhestifter hat in einem Anfall ChristlichSozialerUmnachtung einen einstimmigen Stadtratsbeschluss mitgetragen, den Verein Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW) zu bezuschussen. Dieses seltene konstruktive Verhalten ist aber schnell wieder in die gewohnte Zerfleischerung umgeschlagen, nachdem sich dieser Verein erkühnt hat, eine Stadtbekannte Parteiangehörige Dame einzustellen und mit einem Bürgermeister zusammenzuarbeiten, der nach Auffassung des ChristlichSozialenUngewählten seinen angestammten Platz blockiert. Für den ChistlichSozialenUngehaltenen ist die LAW deshalb nur noch ein LeidigerAltbürgermeisterWahlverein, dessen 80 Mitglieder zu Unrecht fast genau soviel Geld aus öffentlichen Kassen bekommen wie er alleine. Ja, wo sammer denn? In Bayern können wir nicht auch noch die Mitglieder von Splitterparteien und -vereinen versorgen! Die Ent-, pardon, Versorgung der Funktionäre der einen großen Partei ist schon aufwändig genug! Als Gegenleistung wird das ehemalige Mitglied des Landtags seine Kenntnisse in innovativen Finanzinstrumenten (Schneeballsysteme und so weiter) und als Immobilien-makler zum Wohle der Stadt nutzen und weiterhin energisch gegen die Geruchsbelästigungen ankämpfen, die als deutlich wahrnehmbares "G´schmackl" immer wieder vom Abwasserverband über Wolfratshausen wegziehen.

Leserbrief zu "Heftiger Streit über die Umgehungsstraße", SZ vom 16.3.07

"Bei den Einlassungen von Dr. Fleischer hinsichtlich der Verzögerung bei der Planung einer Umgehungsstraße in der letzten Stadtratssitzung handelte es sich um kaum zu überbietende Unverschämtheiten.

Was haben die Fachleute seinerzeit gebetsmühlenartig auf die Stadträte versucht einzuwirken, auf jeden Fall alle in der Diskussion befindlichen Varianten überprüfen zu lassen. Nur dann könne man in dem Verfahren weiterkommen. Das ganze Reden hat aber mal wieder nichts genutzt.

Unsere CSU weiß das besser. Unter anderem unterstützte dann noch Frau Reith die in der Fraktionssitzung der CSU vorgegebene Marschroute. Hatte sie etwa eine Woche vorher noch die Untersuchung aller Trassen unterstützt, war sie nun plötzlich auf die Linie der CSU eingeschwenkt.

Wenn also (auch hier) jemand für die Verzögerung in Stillstandshausen verantwortlich ist, dann sind dies die vorgenannten. Und man kann es nicht oft genug betonen: Es ist ein Segen, daß sich vier CSU-Mitglieder (gemeint sind natürlich die vier Stadträte; Anm. des Verfassers) von dieser Blockpartei (im wahrsten Sinne des Wortes) abgesetzt haben."

Peter Wallinger

Offener Brief an Frau Irmer, fast aus der Mitte des Stadtrats

Sehr geehrte Frau Irmer!

Sie dürfen uns das bitte glauben. Auch diesmal haben wir es uns nicht leicht gemacht! Natürlich wollen wir mit Ihnen, daß Sie und die Geretsrieder BürgerInnen vor der Haustüre in die Bahn einsteigen können. Wir haben allerdings schon damals im Stadtrat beschlossen, daß wir eine Verlängerung der S-Bahn nach Geretsried nur wollen, wenn diese bei uns hier im Untergrund verschwindet. Wegen der Schönheit Wolfratshausens und der Zerissenheit, die sonst über uns gekommen wäre. Aber jetzt kam da ein Münchener Professor angereist, mit einem Modell unserer Bahnhofsgegend nach Tieferlegung der Sauerlacher Straße. Also Frau Irmer, wenn Sie das gesehen hätten, sie hätten auch gleich mit uns den Dringlichkeitsantrag eingebracht. Nur der sture Bürgermeister sah mal wieder keine Dringlichkeit. Aber wer weiß, vielleicht hat der Professor ja schon die Bagger bestellt... Da wollten wir lieber auf Nummer sicher gehen und den Bürgermeister beauftragen, er soll jetzt jede Woche einen Brief nach München schicken, daß wir die S-Bahn nur wollen wenn wir sie nicht sehen. Er hat das nicht eingesehen, aber im Dezember werden wir das beschließen. Ganz sicher!

Bei uns in WOR ist es nämlich so: Wenn ein paar Wolfratshauser etwas nicht wollen, dann beschließen wir im Stadtrat, daß wir das nicht wollen. Schließlich sind wir Stadträte ja für die Bürger da! Wir gehen sogar soweit, daß wir manchmal eine Sitzung ausfallen lassen, weil wir in dem Moment noch gar nicht wissen, was wir nicht beschließen wollen.

(Nun gut, die Abschaffung des Mobilfunks haben wir jetzt noch nicht beschlossen, obwohl den einige Bürger auch nicht wollen. Aber konsequent wie wir sind, werden wir den auch noch abschaffen.)

Ja, wie können wir Ihnen da nur helfen, liebe Frau Irmer? Leider wird so ein Trogbauwerk, wenn es denn gebaut wird, so richtig teuer werden. Viel Isarwasser muß drunter durch und Güterzüge müssen da auch noch fahren. Wir hier brauchen eigentlich keine Güterzüge. Uns würde schon die S-Bahn reichen, Hauptsache wir sehen sie nicht. Also müßten Sie halt die Kosten für unseren Tunnel auch noch übernehmen. Wir verstehen natürlich, daß Sie sich das Geld für unseren Trog und für die auf Ihrer Flur erforderlichen Infrastrukturmaßnahmen auch nicht einfach aus dem Ärmel schütteln können. Tja, da werden wir das wohl auf die ganz lange Bank schieben müssen.

Andererseits soll man ja immer auch das Positive sehen. Wenn Sie sich jetzt soviel Geld sparen, wegen dem Trog und der vielen Maßnahmen in GER, Sie also dank uns soviel Geld gespart haben. Ja, dann könnten wir doch vielleicht statt dessen eine gemeinsame Umgehungsstraße für unser Mittelzentrum bauen. Also wir bräuchten da wirklich nicht viel. Ein bißchen Geretsrieder Grund und einen Brückenschlag über die Isar nach Egling - oder sonstwohin. Hauptsache weit weg! Daß wir es halt nicht sehen müssen. Und dann müßten wir noch gemeinsam gegen diese Brüsseler Bürokraten vorgehen wegen der Natur und so. Die sollen sich mal nicht so haben. Dieses FFH-Gebiet ist doch eher ein FKK-Gebiet - und sowas ist doch nicht unbedingt schützenswert.

Sie sehen Frau Irmer, wenn es denn um das gemeinsame Mittelzentrum geht, dann können Sie immer mit uns rechnen. Wenn das mit Ihrer Hilfe alles so klappt, wie wir uns das vorstellen, dann laden wir Sie auch einmal zu einer zünftigen Floßfahrt ein. In diesem Falle stellen wir selbstredend den Fahrweg zur Verfügung - also die Loisach. Und Sie brauchen nur noch für die Verpflegung und die Musik aufkommen. Ist das ein Wort ?