Die CSU, die kanns halt

Tja, da hat die Wolfratshauser CSU doch tatsächlich Angst, die übergeordnete CSU im Landtag könnte ihnen Schwierigkeiten machen. Da ist natürlich was dran. Mal sehen, wie das mit der S-Bahn  ausgeht. Die baut die bayerische Regierung, also die CSU. Und womöglich anders als die lokale CSU das möchte !? Man wird sehen.

Ein Rückblick kann da ja nicht schaden. Es sollte mal ein Autobahnzubringer von Geretsried zur Garmisch-Münchener Autobahn gebaut werden (heute B 11 a genannt). Die Planer taten was ihnen geheißen und erkundeten die nach Abwägung aller möglichen Gegebenheiten beste Trasse. Diese führte aber leider an einem Grundstück vorbei, welches ein Graf B... sein eigen nannte. Dieser soll nun also in München vorstellig geworden sein - wo laut Herrn Ministerpräsidenten von heute 17.7.07 seit 50 Jahren die CSU und sonst niemand das Sagen hat - und beklagte sich über den zu erwartenden möglichen Verkehrslärm. Es mußte also nun von den Planern eine neue dem Herrn Grafen gefällige Trasse gefunden werden, weshalb die B 11 a nach Norden wanderte und nun dort ist wo sie ist. 

Wäre der Zubringer womöglich weiter südlich gebaut worden, hätte sich vielleicht auch noch eine Verknüpfung über die Isar nach Egling ergeben.... (und damit eine Entlastung Wolfratshausens hinsichtlich des Ost-West-Verkehrs). Aber auch die bayerische Landesregierung muß halt mal Prioritäten setzen... Und 1 Graf sticht da schon mal ca 40 000 Einwohner aus. 

Aber ansonsten ist die CSU immer näher am Bürger. Keine Frage!

Wer will den Obermarkt ? Der Bund nicht. Der Freistaat nicht. Schlechte Aussichten für Wolfratshausens "gute Stube" ?!

Der Bund will die B11 loswerden. Bundesstraßen neben Autobahnen werden nicht mehr gebraucht. Soll sich das entsprechende Bundesland darum kümmern. Da die Stadt nun aber Veränderungen im Bereich des Marktes vornehmen will, versucht der Bund wohl ne kleine Erpressung. So sehe ich dies jedenfalls.

Wir sollen (müssen) also gewissermaßen abwarten, wie sich die Bundesregierung, vertreten durch den Bundesverkehrsminister Tiefensee, sowie der Freistaat Bayern, vertreten durch Ministerpräsident Stoiber bzw. Innenminister Beckstein,  in dieser Angelegenheit einigen. Das kann sich hinziehen! Der Bund möchte nicht mehr zahlen, der Freistaat aber ebensowenig. 

Jetzt bräuchten wir halt mal wieder einen Stimmkreisabgeordneten, der sich der Sache annimmt. Der sagt aber, um derlei kommunale Dinge kümmere er sich nicht. Tja, dumm gelaufen. Bis zu einer abschließenden Klärung werden wir also das Provisorium, welches eigentlich ja schon beendet sein sollte, wieder und wieder verlängern. (Der Landrat bleibt ja auch im Amt, bis die Sache mit der DTK geklärt ist - irgendwann). 

Die Einbahnstraßen-Regelung  verursacht in der Schießstättstraße sowie in der Weidacher Hauptstraße  ungemeinen Verkehrszuwachs, behaupten manche (04.03.07)

Also Leute, so stimmt das wohl nicht. Der Autoverkehr nimmt nun mal allgemein von Jahr zu Jahr zu. Die Gewerbegebiete in unserer Gegend wurden nicht weniger sondern mehr. Die erteilten Baugenehmigungen wurden für weitere, entsprechend viele Wohnbauten in Farchet und auch in Weidach genutzt. Und jetzt soll aber das Motto gelten: Ich darf fahren, vielleicht mein Nachbar auch noch, aber alle anderen sollen gefälligst das Auto in der Garage lassen !? 

An warnenden Stimmen kann ich mich allenfalls an Herrn Jäger aus der Schießstättstraße und an meine Wenigkeit erinnern. Schon bei Möbel Mahler, Baywa, Dehner haben wir warnend unseren Finger erhoben. Aber die Stadträte haben dem keine Beachtung geschenkt. 

Das Problem der oben genannten Straßen ist aber auch, daß Möbel Mahler sowie Mac Donald eben nicht nur am Autobahnzubringer liegen, sondern eben auch an der "Schießstätter Hauptstraße". Gab es früher einen Supermarkt an der Schießstättstraße (eurospar), so sind es demnächst deren drei ! (Aldi, Rewe, Lidl). Viele Kunden der Discounter haben Auto-Kennzeichen wie STA bzw M.  Und wenn SIE sich jetzt aus Dorfen, Höhenrain, Aufkirchen, Icking, Ebenhausen usw zu ihrem nächstgelegenen Discounter begeben - und dieser befindet sich bei uns in Wolfratshausen ! : Wie würden SIE denn fahren ??? 

Von Dorfen kommend natürlich durch die Innenstadt. Vielleicht gibts ja hier noch sonstwas zu erledigen. Dann weiter zum Billigladen und dann ??? Richtig! Rechts auf die Königsdorfer, links in die Schießstätt und über Weidach nach Hause. Sooo einfach ist das!  

Wobei die Weidacher ja noch vom Glück verwöhnt sind! Eine einspurige Eisenbahnunterführung gefolgt von einer einspurigen Loisachbrücke. Da regelt sich der Verkehr ja fast von selbst. Je mehr da fahren, desto komplizierter wirds und die Leute lassen es wieder sein. Vom Zuparken der Straße möchte ich allerdings abraten. Nichts hasse ich persönlich mehr, als einen Autofahrer der von Null auf 30  in schnellstmöglicher Zeit beschleunigt. 

Aber die Einbahnstraßen-Regelung für diesen Zustand  verantwortlich  machen zu wollen, das entspricht nicht den Tatsachen!      

CSU wünscht sich Doppelkreisel an der Margeriten-, Schießstätt-, Königsdorfer- und Pfaffenrieder-Straße (12.12.06)

Der Einfachheit halber verweise ich hier auf die homepage der www.csu-wor.de

Da können Sie nachlesen was der Verkehrsexperte Traudisch für diese Situation vorgeschlagen hat.

Vielleicht sollte man ja mal über sowas wie einen ovalen Kreisel an dieser Stelle nachdenken. Ein Kreisel, der beide Kreuzungen durch ein Oval zu EINEM Kreisverkehr verbindet. Vielleicht ist das eine zu realisierende Möglichkeit?

Freude beim Arbeitskreis Verkehr im LAW  

Der Arbeitskreis Verkehr im Verein "Lebendige Altstadt Wolfratshausen" freut sich, daß die Initiative zur Einrichtung einer Einbahnregelung in der "guten Stube" unserer Stadt von der überwiegenden Zahl unserer Stadträte so positiv aufgenommen worden ist.

Die Mitglieder des AK Verkehr sind vor allen Dingen davon angetan, daß es doch immer wieder mal möglich ist im Sinne einer Entwicklung der Stadt nach vorne parteiübergreifend zusammenzuarbeiten.

Wir hoffen auf eine gute Umsetzung der Vorschläge - für ein schöneres Wolfratshausen.

Es ist weiter erfreulich, daß die Stadträte nunmehr endlich die Bewertung aller Varianten einer möglichen Umgehungsstraße genehmigt haben. Die Befürchtung die als beste bewertete Variante müßte auch gebaut werden, teile ich nicht. Hierfür müßte sich erstmal eine Mehrheit im Stadtrat entscheiden. Und wenn sich die Stadträte treu bleiben, dann entscheiden sie wie seit etwa siebzig Jahren in dieser Frage: Nichts!

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