S-Bahn-Verlängerung nach Geretsried rechnet sich nicht (19.01.09)

Also wie die Planungen in unserem Lande so ablaufen, ist schon etwas abenteuerlich bzw am Problem vorbei.

Jetzt wird also plötzlich der bestehende Bahnübergang an der Sauerlacher Straße kurzerhand zum bereits vorhandenen Bestand und kann somit bleiben wie er ist. Es soll also nicht berücksichtigt werden, wie sich die Verkehrsströme dort in der Zukunft entwickeln werden. Er ist Bestand und kann somit bleiben wie er ist, obwohl dort noch nie S-Bahnen fahrplanmäßig verkehrt sind. 

Kurz hinter dem Bahnübergang bis Stein wird die Trasse dann zum Neubau, was in Folge bedeutet jeder noch so kleine Feldweg wird mit einem Brückenbauwerk gekrönt, wobei das Staatliche Bauamt Weilheim die Ausgestaltung immer detaillierter (und aufwendiger?) überplant. 

Soll also bedeuten: Auf der Trasse von Solln bis Wolfratshausen verkehrt ein Bummelzug, um von dort als teuer ausgebaute Schnellbahn nach Stein zu gelangen??? Es handelt sich schließlich um die Trasse der alten Isartalbahn, die um ein paar Kilometer nach Süden verlängert werden soll. Mit mehreren Bahnhöfen, was die Durchschnittsgeschwindigkeit nicht großartig erhöhen wird. Nicht mehr und nicht weniger.

Auf keinem Abschnitt dieser Trasse kann die S-Bahn die ihr mögliche Höchstgeschwindigkeit erreichen. Es ist nun mal eine alte kurvige Trasse mit vielen Haltestellen. Aber von WOR nach Stein kommt jetzt der Express !?, welcher entsprechenden Ausbau benötigt ?

Es handelt sich auch zwischen Solln und WOR nicht um echten, tatsächlichen Schnellbahnverkehr, sondern die alten Garnituren der Isartalbahn wurden zwischenzeitlich durch klimatisierte S-Bahn-Garnituren ersetzt. Ja, zugegeben drei Bahnübergänge wurden entfernt. (Erfreulicherweise!)

Während also der von Autos etc. vielbefahrene Übergang an der Sauerlacher Straße nach Meinung der Planer bleiben kann/muß, sind Übergänge über die Zufahrtstraße nach Gelting bzw. über die vermutlich deutlich weniger befahrene B11 südlich Gasthaus Geiger nicht möglich ???

Die Planer tun ab der Döner-Bude in Wolfratshausen so, als wäre diese Strecke bis Stein genauso zu werten / zu bauen wie die ICE - Trasse von Köln nach Frankfurt ! Dabei handelt es sich doch lediglich um die Verlängerung der Trasse der Isartalbahn um einige wenige Kilometer!

Und wenn man schon einen Bahnübergang in WOR für unbedingt notwendig erachtet (wegen der Kosten), dann wäre der Übergang womöglich an der Königsdorfer Straße sinnvoller. Der liegt dann quasi auf freier Strecke und kann durch die Technik (Schienenkontakt) selber geschaltet werden, was die kürzesten Schrankenschließungszeiten bedeuten könnte.

Aufschrei! Bundesstraßen müssen kreuzungsfrei ausgebaut werden. Wie lange wird dieser Teil der jetzigen B11 noch als Bundesstraße existieren? Der Bund will sie doch los werden.   

Kommt bei der Bahn der Mensch ins Spiel - wird der Fahrplan zur Makulatur

Wie im Straßenverkehr gibt es auch im Schienenverkehr schnellere und eben auch langsamere Akteure. So haben die von der S-Bahn durch Schienenkontakt geschlossenen Bahnschranken, schon ihre Vorteile.

So arbeitet in H-kreuth wohl heute noch der gleiche Fahrdienstleiter wie seinerzeit als dieser Bahnhof noch über einen beschrankten Bahnübergang verfügte. Früher hat also der Fahrdienstleiter zwecks Arbeitsersparnis (ein paar Knöpfe weniger zu drücken), den nach WOR fahrenden Zug telefonisch beim Fahrdienstleiter in WOR angemeldet, dann die Schranke geschlossen, dann den Fahrweg in den Bahnhof sowie die Ausfahrt aus H-kreut freigegeben.

Obwohl mittlerweile seit geraumer Zeit keine Schranken mehr zu schließen sind, hat er diese Arbeitsweise beibehalten. Somit kriecht die sogenannte Schnellbahn von Pullach in Richtung Höllriegelskreuth bis der dortige Fahrdienstleiter den Zug nach WOR weitergemeldet hat, er (in Gedanken) die nicht vorhandene Schranke geschlossen und somit Ein- und Ausfahrt freigegeben hat. Dann endlich kann der Lokführer Gas geben um sich anschließend in den Bahnhof hineinzubremsen. Der Mensch kann Gewohnheiten nun mal nicht so schnell ablegen - wer mal geraucht hat, weiß das.

Unterschiedliche Fahrdienstleiter brauchen auch unterschiedlich viel Zeit um festzustellen, daß in den Kreuzungspunkten Icking bzw. Baierbrunn bereits beide Züge angekommen sind - so daß einer Weiterfahrt eigentlich nichts im Wege steht. Außer dem Fahrdienstleiter natürlich. 

Auch Lokführer haben wie Busfahrer unterschiedliche Fahreigenschaften. Da dauert der Halt mal länger oder kürzer, der eine gibt beherzt Gas und bremst forsch, der andere mag es eher gemütlich.

Auch bei der Bahn menschelt es halt. Es ist wohl der Gedanke der Planer, die Unzulänglichkeiten der sogenannten Schnellbahn zwischen Solln und WOR durch einen erstklassigen, der heutigen Technik und heutigen Anforderungen entsprechenden Ausbau zwischen WOR und Stein wettzumachen.

Leider kann bei uns nur nach Schema F gearbeitet werden. Es ist keine ICE - Trasse zu bearbeiten. Der bestehende Zustand soll nur ein paar Kilometer weiter nach Süden verlegt werden. Pünktlichkeit ist nach Wieder-Verlängerung bis zur Kreuzstraße eh nicht zu erwarten. Oder wir verändern die Fahrzeit von WOR nach Hbf auf etwa 50 Minuten. Dann muß man sich aber mit dem Jahrtausendausbau zwischen der Wolfratshauser Dönerbude und Geretsried - Stein auch nicht so haben und anstellen.   

Das (Zwischen-) Ergebnis der Petitionen ist nunmehr eingetroffen (19.01.09)

Es kam nicht ganz unerwartet, daß die Mehrkosten für einen gewünschten Tunnel von höherer Stelle nicht getragen werden möchten. Hier ist die nähere Region mehr auf sich selber gestellt.

Die CSU hofft nunmehr auf das Konjunkturpaket der Regierung. Bis die S-Bahn-Planung aber mal fertig ist, ist das Geld für die Konjunktur längst ausgegeben und es muß schon wieder gespart werden, um die Schulden abzubauen. 

Diverse Petitionen im Mittelzentrum wegen S-Bahn-Verlängerung

Vor geraumer Zeit hat also die CSU Wolfratshausens beschlossen beim Landtag in München eine Petition einzureichen, die Abgeordneten mögen die befürwortende CSU und die unterschreibenden Bürger darin unterstützen, für eine Tieferlegung der Bahn unter die Sauerlacher Straße zu sorgen. Ansonsten würde man in WOR lieber auf die Verlängerung der S-Bahn verzichten.

In Geretsried hat nun die SPD die Absicht beim gleichen Landtag eine Petition mit möglichst noch mehr Unterschriften als vorher bei der CSU WOR einzureichen mit der Maßgabe, die S-Bahn müsse unbedingt verlängert werden - notfalls auch mit Tieferlegung der Sauerlacher Straße.

Soviel Mühe aber auch. Dabei stand es doch am 4./5. August schon in der Wolfratshauser SZ. (Im ILB stand vermutlich dasselbe; es handelt sich ja schließlich um Zitate!) Der Herr Ministerpräsident des Freistaates Bayern, Dr. Edmund Stoiber, hat es schon kundgetan. Ich darf die SZ zitieren:

"Im Zusammenhang mit der Verlängerung der S-7-Strecke hält Stoiber die Tieferlegung des Bahnhofs Wolfratshausen für den ""städtebaulich wesentlich besseren"" Weg als die Absenkung der Sauerlacher Straße. ""Ich möchte auf jeden Fall, solange es geht, die für Wolfratshausen optimale Lösung verfolgen."" Die Entscheidung sei aus Kostengründen schwierig. 

Auch der Isar-Kurier berichtet in seiner Ausgabe vom 9.8.07 über das vorgenannte Pressegespräch. Ich zitiere aus dieser Ausgabe: "Der Gleisbau von Wolfratshausen nach Geretsried sei von ihm (dem Ministerpräsidenten) schon vor 15 Jahren favorisiert worden, komme jetzt aber in die entscheidende Phase. Die Variante am Knotenpunkt Sauerlacher Straße mit einem Eisenbahntunnel wäre natürlich die beste Lösung. Die Frage ist nur, ob die Stadt diese Lösung alleine schultern kann." Zitat Ende. 

So, Erwin Huber, bay. Wirtschaftsminister war auch vor Ort und befaßte sich mit dem Vorschlag der BIQ-CSU, den der Ministerpräsident bei seinem Pressegespräch anscheinend noch gar nicht kannte. Jedenfalls hat er wohl kein Wort darüber verloren. Huber sprach mal wieder Mut zu und sagte also laut SZ, es gebe "eine Menge an Beteiligten" die ein "Mitspracherecht" hätten. Nötig sei eine Lösung, "die den Anforderungen entspricht, die aber auch finanzierbar ist." Aha!  

Hat noch jemand Fragen? Oder haben Sie es verstanden ?!

Warum es in Wolfratshausen keinen Bahnübergang mehr geben wird 

Man kann jetzt streiten, ob der Bahnübergang "Bestand" ist oder ein "Neubau". Es ändert aber nix. Vielleicht gibt es ja mal einen 15-Minuten-Takt, dann spätestens sind die Schließungszeiten nicht mehr tragbar. Wir bauen ja ein Zukunftsprojekt. 

Kreuzen die Bahnen nicht auf freier Strecke sondern wegen Verspätung - kommt ja so gut wie nie vor - in Wolfratshausen, kommt es zu verlängerten Schließzeiten des Übergangs. Ein erheblicher Rückstau des Straßenverkehrs in der Rushour wäre die Folge; ein Rettungseinsatz von BRK oder Feuerwehr wäre schwer behindert. Für die Zukunft kann man derlei nicht ernsthaft planen.

Der heutige Bahnsteig reicht für einen sogenannten Vollzug (=140 Meter), aber nicht für einen womöglich künftigen Langzug (=210 Meter). Den Bahnsteig nach Norden zu verlängern ist wohl wegen der Kurve nicht möglich. Der Bahnsteig reicht dann im Süden bis zum Bahnübergang oder vielleicht noch in diesen hinein. Einen klappbaren Bahnsteig gibt es bislang aber nicht. Auch müßten in diesem Fall die Schranken auf jeden Fall vor Einfahrt des Zuges geschlossen werden, was zu den besagten Schließzeiten pro Stunde führen würde. Das kann man getrost vergessen! So nicht! 

Stadträte planen S-Bahn-Verlängerung selber und damit viel kostengünstiger   

Es erinnert an die Detailplanungen hinsichtlich Loisachhalle. Wir brauchen keine Architekten oder dergl - unsere Stadträte können das viel besser.

Die Bürgervereinigung verlangt kategorisch die S-Bahn-Trasse vom Mühlpointweg bis zur Wallbergstraße zu deckeln. Soll also heißen, die Bahn hat an beiden Punkten bereits die tiefste Stelle unter Erde erreicht und verbleibt dort. Von der Weidacher Brücke gehts dann also sehr steil bergab zum Mühlpointweg und nach der Wallbergstraße steil bergauf zum Geltinger Bahnhof oberhalb der B11a . Beste Lösung: An beiden Punkten ein S-Bahn-Hebewerk. In der Schiffahrt soll es sowas ja schon geben.

Die CSU hat dem bayerischen Wirtschaftsminister bei dessen Besuch auch eine neue Version ihrer Planer vorgelegt. Der neue Bahnhof wird nach Süden verlegt und im Keller angelegt. Die S-Bahn fährt derweil weiter im Erdgeschoß bis zum jetzigen Bahnhof. Nur während die Gleise aus dem Erdgeschoß mit denen im Keller verknüpft werden, muß der Betrieb in Icking enden. Ein Fall für Uri Geller, der könnte ja mal Geleise verbiegen statt Löffel ? Vielleicht baut man ja auch hier irgendwo einen Fahrstuhl für die S-Bahn ein.

Es muß uns nicht bange sein, solange wir solche tatkräftige Stadträte haben!   

Die BIQ (Bürgerinitiative Querung Sauerlacher Straße) fordert, die Protokolle des Stadtrats der letzten 10 Jahre ins Internet zu stellen. Bitte nicht! 98 Prozent der Beschlüsse sind nicht weiter interessant und können der Welt gerne vorenthalten werden. Sollte der Stadtrat gestern beschlossen haben, die Wiese sei grün, so kann er heute schon mit Wirkung für morgen entscheiden, sie sei doch mehr blau. Vorangegangene Beschlüsse sind Geschichte, interessanter ist was der Stadtrat jetzt oder künftig beschließen soll.

Zur Transparenz ist zu sagen, daß die Tagesordnung der homepage der Stadt zu entnehmen ist, die Sitzungen sind meist öffentlich, die Zuschauertribüne meist wenig besucht. Wer nicht hingehen will, kann es im Isar-Kurier nachlesen. Hier wird immer sehr ausführlich über die Sitzung informiert. Also in dem Blatt nicht nur inserieren, sondern auch mal lesen! Dazu fehlt Ihnen natürlich oft die Zeit, Sie müssen diese ja darauf verwenden Ihren Kunden etwas zu verkaufen. 

Selbstverständlich ist es JEDEM unbenommen, seine Interessen gegenüber wem auch immer zu vertreten! Sollte die S-Bahn gebaut werden, wird die Zeit der Bauphase für WOR insgesamt kein Zuckerschlecken. Darüber muß man sich klar sein. Sollte die Trasse oberirdisch verlaufen und deshalb die Sauerlacher Straße abgesenkt werden, sind die Geschäfte  an dieser Stelle erheblich betroffen. Keine Frage!

Das ausgewählte Foto auf der homepage der BIQ ist in meinen Augen allerdings gar nicht so abschreckend. Das Foto auf der Seite der CSU hab ich irgendwie schrecklicher in Erinnerung. Vielleicht sollte man das Bild ja austauschen.

Was mir aber weniger gefällt: Keiner denkt mal an die vielen täglichen S-Bahn-Pendler. Wir sollen schon gewaltige Opfer bringen, indem wir zum einen in den Untergrund verbannt werden... Die, die WIR wenigstens einen Beitrag für die Umwelt leisten, im Gegensatz zu ihren mit dem PKW vor dem Geschäft vorfahrenden Kunden. Andererseits müssen wir während der Tieferlegung von Bahnhof und Gleisen womöglich erst mit dem Bus nach Icking bevor wir die S-Bahn erreichen. Da muß ich mir ja schon überlegen, ob ich als S-Bahn-Fahrer künftig noch bei Ihnen einkaufe.

Wenn die Autos unten sind, ist der Lärm oben vor ihrem Geschäft weniger. Und die Luft womöglich besser.

Aber gemach, gemach. Der Stadtrat hat beschlossen - und der Beschluß ist noch gültig - , daß man einer S-Bahn-Verlängerung zustimmt unter der Maßgabe die Gleise werden tiefergelegt.  

Die S - Bahn und der Kosten-Nutzen-Faktor (04.03.07)

Also legen wir die S-Bahn tiefer, bauen einen recht teuren Trog, das Industriegleis in WOR verschwindet, der Güterverkehr erfolgt auf der neuen Trasse mit Kreuzungsbauwerk über die B11 vor Geretsried, der Süd - Bahnhof wird weiter nach Norden verlegt, stattdessen wird ein Busverkehr eingerichtet, ein paar Strommasten werden für teures Geld versetzt... Vielleicht gibts noch ein paar Sachen, die den Bau teurer machen (könnten)...Und schon kommt unser eigentliches Ziel in greifbare Nähe! Es wird zu teuer! Der Kosten-Nutzen-Faktor verschwindet im Keller und die S-Bahn im Nirwana...

Es bleibt alles beim Alten, und das ist vielen ja doch die beste Lösung !? 

Also unsere Stadträte sind ja schon mittendrin was den S-Bahn-B(G)au betrifft. 

Da möchte ich natürlich als Sohn eines Eisenbahners - und damit selbsternannter Experte - auch mitreden.

Grundvoraussetzung: Tieferlegung des Gleises

1.) Industriegleis wird auf der gleichen Trasse geführt:

Damit wird am heutigen Bahnhof womöglich nur noch ein Gleis benötigt. Die Begegnung der S-Bahnen findet auf freier Strecke zwischen Gelting und Buchberg statt. Dort also zweigleisiger Ausbau. Das Industriegleis zweigt irgendwo bei Buchberg von der neuen Trasse ab, überquert die B 11 und endet in Geretsried Nord - wie jetzt.

Wir haben keinen Güterbahnhof mehr. Dieser wird ebenfalls nach GER - Nord verlegt. Das jetzige Industriegleis Richtung Moosbauerweg sowie ein Bahnhof Waldram entfallen.

Wird das Gleis für den Güterverkehr unter der Sauerlacher Straße hindurchgeführt, muß das Gleis auf Güterzug-Niveau abgesenkt werden; das heißt unterhalb des Fahrdrahtes wird genügend Raum benötigt um Güter transportieren zu können. Ein Vergleich mit den ausschließlich von S-Bahnen genutzten Gleisen in München ist nicht möglich. Eine S-Bahn kann sich "ducken", sprich den Stromabnehmer absenken, und kommt damit mit einer geringeren Höhe aus. Der Güterzug kann das nicht. Die S-Bahn befindet sich an der Weidacher Unterführung in etwa 3,30 Meter Höhe oberhalb derselben und muß bis zur Sauerlacher Straße auf womöglich 6 Meter hinunter; also ein Höhenunterschied von fast 10 Metern. Für eine S-Bahn möglicherweise zu stemmen, aber wohl eher nicht für ein Güterzuggleis. Es wäre natürlich vorteilhaft, wenn diese Tiefe bereits beim bestehenden S-Bahnhof erreicht wäre, sonst bekommen wir einen schiefen Bahnsteig und die Urlaubskoffer rollen von selber.

Von den Kosten für eine dauerhaft funktionierende Unterdükerung der Trasse wegen des andrückenden Isarwassers wird noch zu reden sein.  Und wer das bezahlt.     

2.) Industriegleis bleibt bestehen

Zweigt das Industriegleis erst nach der Sauerlacher Straße ab, also im Trog, muß auch in Richtung Moosbauer Weg ein Trogbauwerk errichtet werden. Das Industriegleis kommt im späteren Verlauf nach oben und quert dann anschließend oberirdisch die Schießstättstraße wie jetzt usw. Ob hier auch noch unterdükert werden müßte und mit welchem Aufwand ???

Zweigt das Industriegleis schon vorher vom S-Bahn-Gleis ab, erhebt sich die Frage wo die Abzweigung erfolgen soll. Da die S-Bahn ja tiefergelegt werden soll, müßte diese quasi vor der Absenkung erfolgen: also irgendwo zwischen Weidacher Unterführung und dem jetzigen Güterbahnhof. Leider hat da jemand ein nettes Holzhäuschen in den Weg gesetzt und es ist kein Platz mehr für zwei Gleise. 

S-Bahn-Tunnel

Es ist immer wieder die Rede von einem S-Bahn-Tunnel. Da die S-Bahn viel Fahrweg benötigt um im Untergrund zu verschwinden bzw. diesen wieder zu verlassen, sind also entsprechende Rampen erforderlich. Diese können natürlich nur als Trogbauwerk verwirklicht werden. Die "Tunnel" werden sich also auf die Straßenbreite der Unterquerungen Sauerlacher- und Königsdorfer Straße beschränken. Und vielleicht am Bahnhof selber soweit die entsprechende Tiefe hier gegeben ist. Sonst wird es womöglich doch nur ein Dacherl. Ansonsten wird man als Betrachter erstmal die Gleise verschwinden sehen und irgendwann den Fahrdraht. Und auf der anderen Seite taucht das alles dann wieder auf.

Der Fahrdraht darf natürlich vom Rand des Bauwerkes in keinster Weise erreichbar sein. Entweder müssen also die Mauern des beginnenden Troges aus Sicherheitsgründen höher gebaut werden als eigentlich erforderlich  oder der Gleiskörper muß mit einem entsprechenden Zaun oder auch einer Schallschutzwand gesichert werden.

Ach ja, Schallschutz. Geht die Bahn in den Untergrund muß wegen Neubau der Schallschutz ab dem Punkt gelten, ab dem eine Veränderung gegenüber dem jetzigen Zustand - sprich also Absenkung erfolgt. Bleibt die S-Bahn oben beginnt der Schallschutz nach der Sauerlacher Straße. Vielleicht wäre ein Modell der Tieferlegung der S-Bahn doch hilfreich.